Energetische Sanierung der ThermeNatur
Die ThermeNatur Bad Rodach wurde im Kern in den 1970er Jahren errichtet und seither kontinuierlich erweitert und ausgebaut. Bislang wurde noch kein Gesamtkonzept zur Energieeinsparung und regenerativen Energieversorgung erstellt und umgesetzt, sondern nur Einzelmaßnahmen durchgeführt.
Ziel der Maßnahme ist die energetische Sanierung der bestehenden Anlagentechnik im Bereich der Heizungs-, Lüftungs-, Schwimmbad- und Elektroinstallation. Damit wird eine deutliche Energie- und CO²-Einsparung erzielt. Im Zuge der Maßnahme wird zudem eine PV-Anlage ausschließlich zur Eigenstromnutzung auf Dachflächen errichtet.
Um sicherzustellen, dass der gesamte erzeugte Strom aus der neuen PV-Anlage auch innerhalb des Objekts zum Einsatz kommt und nicht in das öffentliche Netz eingespeist wird, muss die hauseigene Niederspannungsanlage aus den 1970er Jahren komplett ersetzt und den neuen Anforderung angepasst werden, um alle Gebäudebereiche anzusteuern und ein erforderliches Verbrauchscontrolling zu implementieren. Dabei wird auch die Regelungstechnik der vorhandenen Gas-BHKWs so angeapsst, dass die Erzeugungsleistung der PV-Anlage als Führungsgröße zur Regelung der BHKWs dient und die darüber hinaus erforderliche thermische Energie vom vorhandenen Biomasse-Heizwerk aus dem vorhandenen Nahwärmenetz angefordert wird.
Die geplanten Maßnahmen in der ThermeNatur und die verstärkte Nutzung des städtischen Nahwärmenetzes/Biomasse-Heizwerks sind eine Pilotmaßnahme für die mittel- und langfristig von der Stadt Bad Rodach zur Umsetzung angestrebte Nachhaltigkeitsstrategie für das Baugebiet Kurgebiet. Dieses soll auf Basis eines 2018 vom Institut für Energietechnik )IfE an der Techn. Hochschule Amberg-Weiden erstellten Teilenergienutzungsplans sukzessive in ein klimaneutrales Quartier weiterentwickelt werden – mit der ThermeNatur als touristischen und ökologischen Leuchtturm im Gebiet.




